Blue Cap-Gruppe im 1. HJ 2020 mit robuster Portfolioentwicklung und positivem Ergebnis

_ Halbjahresumsatz 2020 steigt durch Zukauf con-pearl um 8% auf € 113,9 Mio. bei einem EBITDA (adj.) von € 6,0 Mio. und einer EBITDA-Quote von 5,0 %
_ Organischer Umsatzrückgang trotz Corona-Krise nur bei 12 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
_ NAV der Gruppe bei € 138,5 Mio. und somit nur leicht unter NAV 2019

München, 08. September 2020 Die Blue Cap AG hat heute den Halbjahresbericht 2020 veröffentlicht. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum bei ca. € 113,9 Mio. und damit ca. 8 % über dem Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf die erstmals ganzjährige Einbeziehung der im September 2019 erworbenen con-pearl Gruppe zurückzuführen.

Durch intensive Zusammenarbeit zwischen den operativen Experten der Blue Cap und den Managementteams der Töchter konnte das breit aufgestellte Portfolio bisher gut durch die Corona-Krise gesteuert werden. In der Folge lag der organische Umsatzrückgang bereinigt um den Zukauf con-pearl sowie die entkonsolidierten Firmen em-tec und SMB-David bei ca. 12 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis (EBITDA adj.) war im Berichtszeitraum mit € 6,0 Mio. unter dem Vorjahr (€ 7,7 Mio.) bei einer EBITDA-Quote von 5,0 % (Vorjahr: 7,2 %). Das Konzernhalbjahresergebnis betrug hingegen € 15,6 Mio. und lag deutlich über dem des Vorjahres (€ 4,2 Mio.). Das ist insbesondere auf den Ertrag aus der Veräußerung der em-tec zurückzuführen. In der Folge stieg auch das Konzerneigenkapital auf ca. € 82,8 Mio. und die Eigenkapitalquote auf ca. 38,4 % (Vorjahr: 33,3 %) des Gesamtkapitals.

Das erste Halbjahr 2020 war insbesondere von dem Management der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der weiteren Integration und erfolgreichen Restrukturierung der in 2019 erworbenen con-pearl Gruppe geprägt. Neben ersten Effekten aus der Verbesserung der Organisationsstruktur sowie der Abläufe wurde die Entwicklung bei con-pearl im ersten Halbjahr zusätzlich von der Erweiterung eines Rahmenauftrags mit einem Großkunden positiv unterstützt.

Die Auswirkungen der Corona-Krise stellten auch die Beteiligungen der Blue Cap auf operativer Ebene vor neue Herausforderungen. Im Fokus unserer Aktivitäten standen dabei die Sicherstellung der Produktions- und Lieferfähigkeit, der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sowie Maßnahmen zur Kosteneinsparung und Liquiditätssicherung.

In dem insgesamt schwierigen Marktumfeld konnte der im 1. Quartal 2020 eingeleitete Verkauf der em-tec GmbH an die amerikanische Dover Corporation Ende April 2020 erfolgreich abgeschlossen werden. Der profitable Verkauf mit einem Kaufpreis von € 25 Mio. nach Abzug der Nettoverschuldung bestätigt das Geschäftsmodell der Blue Cap und führt zu einem weiteren Anstieg des Kassenbestands für das weitere Wachstum.

Die im Bereich Produktionstechnik tätige SMB-David sah sich hingegen schon vor der Pandemie stark schwankenden Umsätzen und geringen bis negativen Ergebnissen gegenüber. Aufgrund einer weiteren Verschlechterung der Lage hat die Geschäftsführung zum Halbjahresende daher einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. In der Folge sollen die langjährigen Belastungen für die Blue Cap AG nunmehr beendet werden. Trotz Einmalaufwendungen sind die wirtschaftlichen Auswirkungen für Blue Cap aufgrund der relativ kleinen Größe der Einheit begrenzt.

Neben den im Zuge der Corona-Krise eingeleiteten Maßnahmen hat insbesondere auch die breite Diversifizierung des Beteiligungsportfolios der Blue Cap zu einem im Vorjahresvergleich nur moderaten Rückgang der Unternehmensbewertung geführt. So ist der NAV der Blue Cap-Gruppe von € 141,2 Mio. auf € 138,5 Mio. zurück gegangen. Während überarbeitete Geschäftspläne und der Verkauf em-tec zu einem Rückgang des NAV der Geschäftsfelder führen, haben sich der erhöhte Kassenbestand und die Wertsteigerung bei inheco positiv ausgewirkt. Der Medizintechnikhersteller hat als wichtiger Lieferant u.a. für den sogenannten PCR-Test zur Feststellung einer Corona-Infektion und die Entwicklung von Impfstoffen sowie Medikamenten ein starkes Wachstum verzeichnet. Um diese Wertsteigerung zu reflektieren, wurde die Berechnung des NAV um die Minderheitsanteile gleichlaufend zu den Mehrheitsbeteiligungen erweitert. In der Folge wird nunmehr eine noch bessere Nachvollziehbarkeit der Bewertung der gesamten Gruppe ermöglicht.

In der aktuellen Lage stehen auch weiterhin operative Herausforderungen in den Portfoliogesellschaften im Fokus unserer Aktivitäten. So wurden in den letzten Monaten mehrere Verbesserungsansätze im Beteiligungsportfolio identifiziert, aus denen weitere Maßnahmen abgeleitet werden. Angesicht des bisherigen Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr sind wir zuversichtlich, die Umsatz- und Ergebnisplanung auf Basis eines im Mai 2020 überarbeiteten Plans auch in der zweiten Jahreshälfte zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisensituation werden künftig im M&A-Bereich Opportunitäten für weitere Zukäufe erwartet. Interessante Beteiligungsoptionen müssen dabei wegen der erhöhten Unsicherheit genau geprüft und bewertet werden. Aufgrund der Expertise bei Unternehmen in Sondersituationen als auch der verfügbaren liquiden Mittel ist die Blue Cap für weitere Akquisitionen bestens vorbereitet.

Der vollständige Halbjahresbericht 2020 steht zum Download bereit.

Guten Tag, mein Name ist Lisa Marie Schraml

Investor Relations & Corporate Communications


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